Petra Högl, Alexander Flierl, Tanja Schorer-Dremel, Volker Bauer, Andrea Behr, Franc Dierl, Leo Dietz, Sebastian Friesinger, Thomas Holz, Björn Jungbauer, Petra Loibl, Thomas Pirner, Sascha Schnürer, Thorsten Schwab, Kristan Freiherr von Waldenfels, Florian Streibl, Felix Locke, Ulrike Müller, Martin Behringer, Martin Brunnhuber, Susann Enders, Stefan Frühbeißer, Johann Groß, Wolfgang Hauber, Bernhard Heinisch, Alexander Hold, Marina Jakob, Nikolaus Kraus, Josef Lausch, Christian Lindinger, Rainer Ludwig, Michael Piazolo, Bernhard Pohl, Julian Preidl, Anton Rittel, Martin Rosenberger, Markus Saller, Martin Scharf, Werner Schießl, Gabi Schmidt, Johanna Schramm, Roswitha Toso, Roland Weigert, Jutta Widmann, Benno Zierer, Felix von Zobel, Thomas Zöller
Der Landtag erkennt an, dass das Verfahren Cut and Carry, insbesondere für Ackerbaubetriebe im Ökolandbau, ein sinnvolles System zur Nährstoffübertragung und zum Humusaufbau darstellt.
Die Staatsregierung wird aufgefordert, Cut and Carry-Material analog Festmist einzustufen.
Beim Verfahren Cut and Carry wird Klee- und Luzernegras auf einem -Geberfeld- gemäht und gehäckselt und anschließend als hochwertiger organischer Dünger auf einem -Nehmerfeld- ausgebracht. Für viehlose Betriebe im Ökolandbau stellt Cut and Carry eine wichtige Methode dar, um Nährstoffe in den Betrieb zu bekommen, die Humusvorräte im Boden zu mehren und eine effiziente Düngungsstrategie entwickeln zu können.
Aktuell wird Cut and Carry der Ausbringung von Gülle gleichgestellt, so dass eine Sperrfrist ab 01.10. gilt, die jedoch nicht praxisgerecht ist, da der letzte Schnitt bei Klee- und Luzernegras im Oktober erfolgt.
Auf Grund des sehr geringen Auswaschungsrisikos von Stickstoff sollte die starre Sperrfrist für die Ausbringung von organischem Dünger hier nicht gelten.
Die LfL Bayern führt zu der Thematik parallel Versuche durch.
In Niedersachsen gelten für das Verfahren Cut and Carry praxiserechtere Sperrfristen. Insofern sollte ein Vorgehen in Bayern analog wie in Niedersachsen möglich sein.
