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Fischerei und Prädatoren IV - Zum Fischotter

25.06.2026 - Schriftliche Anfrage |

Initiatoren:
Volker Bauer

Nicht nur die Teichwirtschaft, sondern auch der - heute vor allem ehrenamtliche - Besatz unserer Gewässer hat im Freistaat Jahrhunderte Tradition. Durch das Wirken der Fischer und Teichwirte entstand eine in vielfacher Weise wertvolle Kulturlandschaft. Von Artenvielfalt, über nachhaltige Speisefische bis Hochwasserschutz. All dies wird durch Prädatoren bedroht. Allein durch den Kormoran, um dessen Management sich der Freistaat seit einigen Jahren bemüht, entstehen drei Tonnen Fraßschäden - pro Tag! Zwar werden in einzelnen bayerischen Landkreisen 700+ Kormorane pro Jagdjahr entnommen. Aber auch Nutria, Fischotter und - mit Blick auf Infrastruktur - Biber machen Teichwirten und Fischern zu schaffen. Insbesondere in Ostbayern geht die Zahl der Teiche dramatisch zurück - mit Auswirkungen auf den Preis für Setzlinge und schlussendlich auch Speisekarpfen.


Angesichts dieser negativen Entwicklung, die oftmals im deutlichen Gegensatz zu den Prädatoren-Schutzregelungen auf nationaler und EU-Ebene steht - frage ich die Staatsregierung:



Zum Fischotter


Bestehen - mit Blick auf die besorgniserregende Entwicklung der Fischotter-generierten Fraßschäden in Ostbayern und dort erfolgende Aufgabe Jahrhunderte alter Kulturlandschaften - Anstrengungen der Staatsregierung, um auf EU-Ebene 


a) grundsätzlich eine Absenkung des Schutzstatus des Fischotters von -streng geschützt- zu -geschützt- zu erreichen-


b) zumindest im stärker betroffenen Freistaat, entsprechend laufender Klagen bei der Betrachtung des Erhaltungszustands eine föderale Bewertung zu erreichen-

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