Tanja Schorer-Dremel, Alexander Flierl, Volker Bauer, Andrea Behr, Franc Dierl, Leo Dietz, Thomas Holz, Petra Loibl, Florian Streibl, Felix Locke, Marina Jakob, Martin Behringer, Martin Brunnhuber, Susann Enders, Stefan Frühbeißer, Johann Groß, Wolfgang Hauber, Bernhard Heinisch, Alexander Hold, Nikolaus Kraus, Josef Lausch, Christian Lindinger, Rainer Ludwig, Ulrike Müller, Michael Piazolo, Bernhard Pohl, Julian Preidl, Anton Rittel, Martin Rosenberger, Markus Saller, Martin Scharf, Werner Schießl, Gabi Schmidt, Johanna Schramm, Roswitha Toso, Roland Weigert, Jutta Widmann, Benno Zierer, Felix von Zobel, Thomas Zöller
Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Landtag über das Vorkommen, die Ausbreitung sowie die möglichen Auswirkungen der Asiatischen Nadelameise (Brachyponera chinensis) in Bayern zu berichten und darzulegen, welche Maßnahmen zur Eindämmung und zum Schutz von Bevölkerung, Umwelt und heimischer Biodiversität ergriffen werden.
Ziel des Berichtsantrags ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Umgang mit der Asiatischen Nadelameise in Bayern zu schaffen, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutz- sowie Eindämmungsmassnahmen zu entwickeln.
Die aus Ostasien stammende Asiatische Nadelameise (Brachyponera chinensis) breitet sich zunehmend in Europa aus und wurde bereits in mehreren Regionen Deutschlands nachgewiesen. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit kann sie sich in verschiedenen Lebensräumen etablieren, darunter Wälder, Gärten und urbane Gebiete.
Die Art stellt aus mehreren Gründen eine potenzielle Gefahr dar, z.B. gesundheitliche Risiken: Die Stiche der Asiatischen Nadelameise können schmerzhaft sein und in Einzelfällen allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen.
Es bestehen aber auch ökologische Auswirkungen: Sie kann heimische Ameisenarten verdrängen und somit bestehende Ökosysteme zerstören.
Vor diesem Hintergrund besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an belastbaren Informationen sowie an wirksamen Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen.
