Klaus Holetschek, Michael Hofmann, Winfried Bausback, Tanja Schorer-Dremel, Martin Wagle, Josef Zellmeier, Petra Guttenberger, Gerhard Hopp, Thomas Huber, Volker Bauer, Alexander Dietrich, Alex Dorow, Karl Freller, Sebastian Friesinger, Martina Gießübel, Josef Heisl, Melanie Huml, Andreas Jäckel, Andreas Kaufmann, Petra Loibl, Stefan Meyer, Stephan Oetzinger, Helmut Schnotz, Bernhard Seidenath, Werner Stieglitz, Martin Stock, Karl Straub, Peter Tomaschko, Peter Wachler, Florian Streibl, Felix Locke, Bernhard Pohl, Martin Behringer, Martin Brunnhuber, Susann Enders, Stefan Frühbeißer, Johann Groß, Wolfgang Hauber, Bernhard Heinisch, Alexander Hold, Marina Jakob, Nikolaus Kraus, Josef Lausch, Christian Lindinger, Rainer Ludwig, Michael Piazolo, Anton Rittel, Martin Rosenberger, Markus Saller, Martin Scharf, Werner Schießl, Johanna Schramm, Roswitha Toso, Roland Weigert, Jutta Widmann, Benno Zierer, Felix von Zobel, Thomas Zöller
Der Landtag begrüßt ausdrücklich die geplante Ausrichtung des 76. Sudetendeutschen Tages vom 22. bis 25. Mai 2026 in Brünn als historisch bedeutsames Ereignis - 80 Jahre nach der Vertreibung der Sudetendeutschen und erstmals in der Tschechischen Republik. Er würdigt die Initiative des Festivals Meeting Brno, das mit seiner Einladung ein mutiges Zeichen für Erinnerung, Aufarbeitung und Versöhnung gesetzt hat und damit beispielhaft für eine lebendige europäische Zivilgesellschaft steht.
Der Landtag stellt fest, dass weite Teile des tschechischen Parlaments und der tschechischen Bevölkerung weiterhin den beschrittenen Weg der Aussöhnung und Völkerverständigung fortführen wollen. Gegenteilige Bestrebungen werden die ausgezeichneten deutsch-tschechischen Beziehungen auch zukünftig nicht beeinträchtigen. Daher begrüßt der Landtag auch die Teilnahme des Bayerischen Ministerpräsidenten als Schirmherr der Sudetendeutschen, der Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales und des Bundesministers des Innern. Der Bayerische Landtag fasst die Einladung des tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel an den Bayerischen Ministerpräsidenten als ermutigendes Zeichen für den weiteren gemeinsamen Weg auf.
Der Landtag unterstreicht, die bewährte Zusammenarbeit mit dem tschechischen Parlament fortführen zu wollen und weiter an einer stabilen parlamentarischen Basis für die bayerisch-tschechische Partnerschaft zu arbeiten.
Die Staatsregierung wird aufgefordert, die bayerisch-tschechische Partnerschaft weiterhin aktiv zu pflegen sowie Brücken zwischen den Gesellschaften zu bauen und sich auch künftig für die Versöhnung der Völker einzusetzen. Wir brauchen gerade in diesen Zeiten ein klares Bekenntnis zu einem starken geeinten Europa, das aus seiner Geschichte lernt, Verantwortung übernimmt und gemeinsam in die Zukunft blickt.
Bayern trägt seit 1954 die Schirmherrschaft über die Volksgruppe der Sudetendeutschen und hat damit eine besondere Verantwortung für die Gestaltung des deutsch-tschechischen Verhältnisses.
Der Sudetendeutsche Tag an Pfingsten soll in diesem Jahr in Brünn stattfinden - erstmals in der Tschechischen Republik und genau 80 Jahre nach der Vertreibung von rund drei Millionen Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei. Die Einladung kam von tschechischer Seite, der Bürgerinitiative Meeting Brno, welche selbst für Erinnerungskultur und historische Aufarbeitung steht.
Die geplante Veranstaltung in Brünn genießt breite Unterstützung aus der tschechischen Zivilgesellschaft. Die Oberbürgermeisterin von Brünn, Markéta Vanková, hat sich öffentlich hinter die Veranstaltung gestellt. Die Kooperation zwischen sudetendeutschen und tschechischen Partnern ist weit fortgeschritten.
Es sind radikale rechte und linke Kräfte im tschechischen Abgeordnetenhaus, die diesen Versöhnungsprozess zu verhindern suchen - nicht die tschechische Gesellschaft als Ganzes.
Bayern stellt sich klar auf die Seite der Versöhnung und ermutigt alle demokratischen Kräfte in Tschechien, ein Zeichen für ein starkes und geeintes Europa zu setzen.
