Kerstin Schreyer, Andreas Schalk, Martin Wagle, Daniel Artmann, Stefan Ebner, Ute Eiling-Hütig, Patrick Grossmann, Petra Guttenberger, Michael Hofmann, Gerhard Hopp, Thomas Huber, Andreas Kaufmann, Stefan Meyer, Benjamin Miskowitsch, Martin Mittag, Walter Nussel, Thomas Pirner, Jenny Schack, Josef Schmid, Sascha Schnürer, Harald Schwartz, Martin Schöffel, Karl Straub, Steffen Vogel, Josef Zellmeier
Die Staatsregierung wird aufgefordert zu prüfen, ob und wie ein bürokratiearm ausgestaltetes Förderprogramm für Gründerstipendien in Bayern im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel eingeführt werden kann, das Absolventinnen und Absolventen der Meisterprüfung, eines Hochschulstudiums sowie vergleichbar Qualifizierte adressiert.
Die zukünftige Leistungsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts hängt entscheidend von der Innovationskraft und dem Leistungswillen der Menschen ab, die hier bei uns in Bayern leben und arbeiten. Wir müssen deshalb der Abwanderung von Talenten stärker entgegenwirken und die Anwerbung von Talenten intensivieren. Mit der Einführung eines Gründerstipendiums wollen wir genau dort ansetzen. Gründerinnen und Gründer mit einer innovativen Geschäftsidee sollen so in der Gründungsphase durch die Gewährung von Stipendien insbesondere bei der Erstellung und Fortschreibung eines tragfähigen Businessplans, der Entwicklung marktfähiger Produkte und innovativer Dienstleistungen sowie bei ersten Schritten in Richtung der Markterschließung unterstützt werden.
Die Gründerstipendien können gerade bei uns in Bayern eine besondere Wirkung entfalten. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir bereits 5,5 Mrd. Euro in die Schlüsseltechnologien der Zukunft, in Künstliche Intelligenz, Quantencomputer und innovativen Klimaschutz und schaffen dort 1.000 neue Professuren und 13.000 neue Studienplätze. Dies macht es für Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland attraktiv, in Bayern zu studieren. Gleichzeitig investieren wir in Bayern auch massiv in die Berufliche Bildung und in die Innovationsförderung von Mittelstand und Handwerk. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir dieses Innovationspotenzial in Bayern noch stärker nutzen und leistungswillige Gründerinnen und Gründer bei dem Weg in die Selbstständigkeit und in das Unternehmertum unterstützen.
Die Förderung sollte möglichst breite Schichten abdecken. Die Förderung muss sich dabei in eine übergeordnete Strategie einfügen und berücksichtigen, welche Förderungen es bereits gibt, welche Branchen besonderen Förderbedarf haben und welche Erkenntnisse es aus bestehenden Förderungen gibt. Insbesondere sind eine klare Erfolgsmessung und eine unbürokratische Abwicklung erforderlich.
Die Auswahl erfolgt durch Experten, die die Stipendiaten anschließend auch betreuen und einen Platz in einem Büro eines Startups oder Investors vermitteln, um dort in Zusammenarbeit die Ideen weiterzuentwickeln und zu lernen.
Zur Stärkung des Gründerstandorts Bayern sollten diejenigen, die gefördert werden, eine freiwillige Selbstverpflichtung abgeben. Wenn sie gefördert werden und durch diese Förderung erfolgreich werden, sollen Sie in einer späteren Lebensphase wieder etwas zurückgeben. Zum Beispiel durch Investitionen in Startups, Fonds oder Innovationen in Bayern, um den Standort weiter zu stärken. Das wäre die Idee eines Generationenversprechens und bindet Gründer auch emotional an Bayern. So wird ein Ökosystem zusätzlich gestärkt. Dies gibt es auch bereits in anderen Ländern.
