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Ausbreitung des Großen Amerikanischen Leberegels (Fascioloides magna) bei Wildtieren beobachten und geeignete Managementmaßnahmen prüfen

21.04.2026 - Antrag |

Initiatoren:
Alexander Flierl, Kerstin Schreyer, Tanja Schorer-Dremel, Martin Wagle, Volker Bauer, Andrea Behr, Franc Dierl, Leo Dietz, Stefan Ebner, Thomas Holz, Andreas Kaufmann, Petra Loibl, Benjamin Miskowitsch, Martin Mittag, Walter Nussel, Jenny Schack, Josef Schmid, Steffen Vogel, Florian Streibl, Felix Locke, Marina Jakob, Tobias Beck, Martin Behringer, Martin Brunnhuber, Susann Enders, Stefan Frühbeißer, Johann Groß, Wolfgang Hauber, Bernhard Heinisch, Alexander Hold, Michael Koller, Nikolaus Kraus, Josef Lausch, Christian Lindinger, Rainer Ludwig, Ulrike Müller, Michael Piazolo, Bernhard Pohl, Julian Preidl, Anton Rittel, Markus Saller, Martin Scharf, Werner Schießl, Gabi Schmidt, Roswitha Toso, Roland Weigert, Jutta Widmann, Benno Zierer, Felix von Zobel, Thomas Zöller

Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Bayerischen Landtag zu berichten,


 



  1. wie sich der aktuelle Stand der Ausbreitung des Großen Amerikanischen Leberegels (Fascioloides magna) in Bayern darstellt und welche Regionen besonders betroffen sind;
     

  2. welche Auswirkungen der Parasit insbesondere auf Rotwild- und Rehwildbestände hat;
     

  3. welche Monitoring- und Forschungsmaßnahmen derzeit durchgeführt werden, um Vorkommen, Ausbreitungsdynamik und Befallsintensität bei Wildtieren zu erfassen;
     

  4. welche Maßnahmen geeignet sind, die Auswirkungen des Parasiten auf heimische Wildbestände zu begrenzen und
     

  5. wie eine verstärkte Zusammenarbeit mit angrenzenden Bundesländern sowie mit den Nachbarstaaten, insbesondere Österreich und Tschechien, gestaltet werden kann.



Der Große Amerikanische Leberegel (Fascioloides magna) ist ein ursprünglich aus Nordamerika stammender Parasit, der Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt wurde. Erste etablierte Vorkommen in Mitteleuropa sind seit etwa 1910 bekannt. Seitdem hat sich der Parasit schrittweise über mehrere Länder Mittel- und Osteuropas ausgebreitet.


Betroffen sind vor allem Wildwiederkäuer. Während Rotwild einen geringen Befall teilweise tolerieren kann, führt ein stärkerer Parasitenbefall zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Rehwild gilt als besonders empfindlich und kann bereits bei geringerer Befallsintensität schwere Krankheitsverläufe zeigen.


Aufgrund der komplexen Lebenszyklen des Parasiten sowie der Beteiligung von Zwischenwirten gilt eine vollständige Bekämpfung in bereits besiedelten Gebieten als schwierig. Umso wichtiger sind eine frühzeitige Erfassung neuer Vorkommen, eine wissenschaftliche Begleitung sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Jagd, Forstwirtschaft, Wissenschaft und zuständigen Behörden.


Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende Bestandsaufnahme sowie die Prüfung geeigneter Managementmaßnahmen erforderlich, um mögliche Auswirkungen auf die heimischen Wildtierbestände möglichst gering zu halten.

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