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Haushaltsplan 2026/2027;
hier: Vereinsinfrastruktur im Breiten- und Nachwuchssport - Schwerpunkt Modernisierung, Energieeffizienz und Neubauten im ländlichen Raum
(Kap. 03 03 Tit. 893 91)

09.03.2026 - Änderungsantrag |

Initiatoren:
Klaus Holetschek, Michael Hofmann, Winfried Bausback, Josef Zellmeier, Holger Dremel, Daniel Artmann, Jürgen Baumgärtner, Barbara Becker, Andrea Behr, Maximilian Böltl, Norbert Dünkel, Jürgen Eberwein, Wolfgang Fackler, Thorsten Freudenberger, Alfred Grob, Patrick Grossmann, Josef Heisl, Petra Högl, Thomas Holz, Manuel Knoll, Harald Kühn, Harald Schwartz, Werner Stieglitz, Martin Stock, Peter Tomaschko, Florian Streibl, Felix Locke, Bernhard Pohl, Tobias Beck, Martin Behringer, Martin Brunnhuber, Susann Enders, Stefan Frühbeißer, Johann Groß, Wolfgang Hauber, Bernhard Heinisch, Alexander Hold, Marina Jakob, Michael Koller, Nikolaus Kraus, Josef Lausch, Christian Lindinger, Rainer Ludwig, Ulrike Müller, Michael Piazolo, Julian Preidl, Anton Rittel, Markus Saller, Martin Scharf, Werner Schießl, Gabi Schmidt, Roswitha Toso, Roland Weigert, Jutta Widmann, Benno Zierer, Felix von Zobel, Thomas Zöller

Im Entwurf des Haushaltsplans 2026/2027 wird folgende Änderung vorgenommen:


 


In Kap. 03 03 wird der Ansatz im Tit. 893 91 (Zuschüsse an Sonstige für Investitionen im Breiten- und Nachwuchsleistungssport) für das Jahr 2026 von 25.267,3 Tsd. Euro um 2.170,0 Tsd. Euro auf 27.437,3 Tsd. Euro erhöht.


 


Die Deckung erfolgt aus Kap. 13 02 Tit. 893 06.



Die beantragten Mittel dienen der nachhaltigen Modernisierung, Erweiterung und Sicherung sportlicher Infrastruktur im Freistaat Bayern. Gefördert werden investive Maßnahmen zur Verbesserung der Trainings- und Wettkampfbedingungen, zur energetischen Sanierung bestehender Anlagen sowie zum Neubau zeitgemäßer Vereinsheime und Sportstätten.


Die Projekte sind überwiegend im ländlichen Raum verankert und werden maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit, zur Stabilisierung gewachsener Vereinsstrukturen und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor Ort.


Mit den Mitteln wird die nachhaltige Modernisierung der Vereinsinfrastruktur im Freistaat Bayern vorangetrieben, die Energieeffizienz sportlicher Anlagen verbessert und die ehrenamtlich getragenen Strukturen im Breiten- und Nachwuchssport langfristig gesichert. 


 


Die Mittel werden als Sonderförderung zusätzlich zu gegebenenfalls bestehenden Förderungen (u. a. Sportförderrichtlinien) gewährt und schließen diese nicht aus.


 


SV Steinheim - Nachnutzung ehem. Grüngutsammelstelle (10,0 Tsd. Euro)


Der SV Steinheim plant die Umwandlung der ehemaligen Grüngutsammelstelle neben dem Vereinsgelände in einen zusätzlichen Sportplatz mit ergänzender Parkplatzfläche. Hintergrund ist ein starker Zulauf an Kindern und Jugendlichen, der die bestehenden Kapazitäten übersteigt.


Aufgrund vorhandener Altlasten sind eine aufwändige Trennschicht sowie ein spezieller Unterbau erforderlich. Diese zusätzlichen Kosten können weder durch die Stadt noch durch reguläre Sportstättenförderung vollständig gedeckt werden.


Mit dem einmaligen Zuschuss wird die sinnvolle sportliche Nachnutzung einer bislang brachliegenden Fläche ermöglicht und zugleich die nachhaltige Entwicklung des Vereinsstandorts unterstützt.


 


Tennishalle TC Weiß-Blau Thurnau (110,0 Tsd. Euro)


Der TC Weiß-Blau Thurnau verfügt über 18 Mannschaften und zeichnet sich durch eine besonders starke Nachwuchsarbeit mit hoher Jugendquote aus. Die bislang genutzte Tennishalle ist baulich am Ende ihrer Lebensdauer und steht künftig nicht mehr zur Verfügung, da der Eigentümer sie anderweitig nutzen möchte.


Der geplante Neubau ist funktional und nachhaltig konzipiert. Der Markt Thurnau stellt das Baugrundstück bereit, der BLSV hat eine Förderung von 45 % zugesagt. Trotz dieser Unterstützung verbleibt eine erhebliche Finanzierungslücke.


Die Förderung trägt dazu bei, den Trainingsbetrieb ganzjährig sicherzustellen und die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins langfristig abzusichern.


 


Neubau Sportheim SV 08 Auerbach (110,0 Tsd. Euro)


Das bestehende Sportheim entspricht weder energetisch noch funktional den heutigen Anforderungen an einen modernen Vereinsbetrieb. Geplant ist der Abbruch und Neubau einer multifunktionalen Sport- und Jugendstätte.


Der Neubau umfasst zeitgemäße Umkleide- und Sanitärbereiche, einen Gymnastik- und Mehrzweckraum sowie barrierearme Einrichtungen. Damit werden die Voraussetzungen für eine nachhaltige, ganzjährige Nutzung geschaffen.


Die Maßnahme stärkt insbesondere die Nachwuchsarbeit und das ehrenamtliche Engagement vor Ort und sichert die sportliche Infrastruktur im ländlichen Raum dauerhaft.


 


LED-Flutlicht- und Bewässerungsanlage SV Schmidmühlen (80,0 Tsd. Euro)


Die bestehende Infrastruktur entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen sicheren, nachhaltigen und ganzjährig nutzbaren Trainings- und Spielbetrieb.


Geplant ist die Umrüstung auf eine energieeffiziente LED-Flutlichtanlage sowie die Installation einer modernen Bewässerungstechnik mit Unterflur-Bewässerung, Zisternenlösung und leistungsfähiger Pumpentechnik.


Durch diese Maßnahmen wird die Platzqualität langfristig gesichert und zugleich ein ressourcenschonender Umgang mit Energie und Wasser ermöglicht. Der Zuschuss trägt damit zur nachhaltigen Sicherung des Vereinsbetriebs bei.


 


Energetische Erneuerung - 1. FC Schlicht (50,0 Tsd. Euro)


Die technisch überalterte Ölheizung soll durch ein Hybridsystem aus Holzpelletheizung sowie einer Photovoltaikanlage mit Speichersystem ersetzt werden. Ziel ist eine weitgehend autarke Wärme- und Stromversorgung der Vereinsanlage.


Dadurch werden Betriebskosten dauerhaft gesenkt, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vereins gestärkt.


Die Maßnahme sichert langfristig den Betrieb der Sportanlage und unterstützt die nachhaltige Entwicklung der Vereinsinfrastruktur.


 


WFV 04 Würzburg - Flutlichtanlage (40,0 Tsd. Euro)


Die Errichtung einer modernen Flutlichtanlage verbessert die Trainings- und Spielbedingungen insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten deutlich.


Durch die flexiblere Nutzung der Sportanlage werden Trainingskapazitäten erhöht und der Breiten- und Nachwuchsfußball nachhaltig gestärkt.


Die Förderung unterstützt die ehrenamtlich getragenen Vereinsstrukturen und trägt zur Stabilisierung der regionalen Sportinfrastruktur bei.


 


Neubau Vereinsheim TC Motzenhofen (170,0 Tsd. Euro)


Vorgesehen ist insbesondere der Abriss veralteter Tennisanlagen sowie der Neubau eines modernen Clubheims mit neuen Tennisplätzen.


Das Projekt dient der nachhaltigen Sicherung des Vereinsbetriebs und schafft zugleich einen neuen Gemeinschaftstreffpunkt für Vereine und Bürgerschaft.


Neben der sportlichen Nutzung stärkt das Vorhaben die soziale Infrastruktur im Ort und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.


 


Kunstrasenplatz TSV 1861 Nördlingen (NLZ) (400,0 Tsd. Euro)


Der TSV 1861 Nördlingen ist offizielles Nachwuchsleistungszentrum des DFB und BFV. Zur Sicherung eines ganzjährigen Trainingsbetriebs ist die Errichtung eines Kunstrasenplatzes erforderlich.


Nach vorliegenden Angaben ist das NLZ Nördlingen das letzte in Bayern ohne Kunstrasenplatz.


Die Maßnahme ist daher eine zentrale Voraussetzung für die Sicherung der leistungsorientierten Nachwuchsarbeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.


 


Sportgelände Kelheim-Affecking (400,0 Tsd. Euro)


Das traditionsreiche Sportgelände ist Heimat von fünf aktiven Sportvereinen mit über 2.500 Mitgliedern. Nach einem Eigentümerwechsel ist insbesondere ein Grundstückserwerb sowie eine kostenintensive Neuerschließung erforderlich.


Mit der Förderung wird der dauerhafte Erhalt dieser zentralen Sportstätte und die Sicherung der Vereinsstrukturen gewährleistet.


 


Schützenstände SG Kronach und SG Höfles-Vogtendorf (550,0 Tsd. Euro)


Die bestehenden Anlagen entsprechen nicht mehr den aktuellen technischen und sicherheitsrechtlichen Anforderungen. Die Mittel dienen daher dem Neubau von Schießständen. Insbesondere ist der Neubau einer 50 Meter Raumschießanlage mit Schießkino geplant. 


Dies dient der nachhaltigen Sicherung der sportlichen Infrastruktur und stärkt den Schießsport als Teil des organisierten Sports in Bayern.


 


Gemeinschaftssportanlage Sinzing (100,0 Tsd. Euro)


Aufgrund steigender Jugendzahlen soll ein bestehender Rasenplatz in einen ganzjährig nutzbaren Kunstrasenplatz umgewandelt werden.


Ergänzt wird die Maßnahme insbesondere durch die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED sowie durch die Sanierung des Vereinsheims mit zusätzlichen Umkleide- und Sanitärbereichen.


Das Kooperationsprojekt kommt allen Jugendlichen der Gemeinde zugute und stärkt die kommunale Sportinfrastruktur nachhaltig.


 


Schützenheim Bergstetten (100,0 Tsd. Euro)


Nach dem Verlust der bisherigen Trainingsstätte ist ein barrierefreier Neubau eines Schützenheims mit Schießstand erforderlich.


Der Markt Laaber stellt hierfür ein Grundstück bereit. Das geplante Gebäude soll auch weiteren örtlichen Vereinen offenstehen.


Mit der Förderung wird der Fortbestand des Vereinslebens gesichert und das Gemeinschaftsleben vor Ort nachhaltig gestärkt.

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