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04.04.2025

Prävention und Therapie durch Ernährung

Der Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention hat sich in einem Werkstattgespräch unter der Leitung von Vorsitzendem Bernhard Seidenath mit einer Vielzahl von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft – etwa Prof. Johannes Erdmann von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf – Verbänden, Praxis, Schulen und Ministerien mit dem Berufsbild der Diätassistentin/Diätassistenten beschäftigt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren hierzu aus ganz Deutschland angereist. „Die Rolle der Ernährung wird aktuell sowohl in der Therapie als auch für die Prävention unterschätzt. Dabei kommt es entscheidend darauf an, was jemand zu sich nimmt: um den Genesungsprozess gezielt zu unterstützen oder ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen. Angesichts einer steigenden Zahl von Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist eine fundierte Ernährungstherapie essenziell, erst recht in einer älter werdenden Gesellschaft“, erklärte Seidenath.

Am Ende des dreistündigen Werkstattgesprächs waren sich die Teilnehmer einig, dass das 30 Jahre alte Berufsgesetz für Diätassistenten überarbeitet und die Berufsbezeichnung hin zum Ernährungstherapeuten geändert werden muss. Der Anteil akademisch ausgebildeter Ernährungstherapeuten sollte erhöht werden. „Dies alles soll diesen wichtigen Heilmittelerbringer-Beruf wieder attraktiver machen. Aktuell werden in ganz Bayern insgesamt nur 293 angehende Diätassistentinnen und Diätassistenten ausgebildet – angesichts des massiven Bedarfs viel zu wenig. Nach dem Motto: „Du bist, was du isst“, leistet die Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention. Aufgabe des neuen Berufsgesetzes auf Bundesebene muss es auch sein, die Qualität der Ernährungstherapie zu sichern. Hier sind der neue Bundestag und die neue Bundesregierung gefordert“, so Seidenath.
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