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13.05.2024

"Nürnberger Drogenhilfemodell" vorgestellt

Foto: CSU-Fraktion

Nürnberg fällt mit einer konstant hohen Zahl von Drogentoten auf. Ein Blick in die internistische Intensivstation auf dem Campus Nord des Klinikums Nürnberg: Hier werden im Schnitt mehrmals täglich Patientinnen und Patienten wegen einer schweren Intoxikation mit Drogen behandelt. Der lebensgefährliche Konsum beansprucht die Betroffenen ebenso wie die Rettungsdienste und das Klinikpersonal enorm.

Was das „Nürnberger Drogenhilfemodell“ dagegen tut, hat Jan Welker, Oberarzt in der Zentralen Notaufnahme, dem Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention der CSU-Landtagsfraktion erläutert. Die Gruppe um den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, informierte sich bei Klinikums-Vorstandschef Prof. Dr. Achim Jockwig und ärztlichen Kollegen über aktuelle Entwicklungen.

Das „Nürnberger Drogenhilfemodell“, ein Projekt des Klinikums Nürnberg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) mit vielen Partnern und der Stadt Nürnberg, arbeitet seit 2021 an besser Prävention, Akutversorgung und Nachsorge für Suchtkranke. Das Netzwerk organisiert zum Beispiel wissenschaftliche Datenerhebungen, Aufklärungsformate oder Schulungen in der Clubszene.

„Unser Ziel ist es, vom Hotspot zur Modellregion zu werden“, sagt Mitinitiator Jan Welker. „Mit einem maßgeschneiderten Drogenhilfesystem und einem akzeptierenden Ansatz wollen wir in Nürnberg Drogennot- und -todesfälle verhindern.“ Erfreulich aus Sicht des Teams: Der Freistaat Bayern unterstützt den Verbund im Haushalt 2024 mit 400.000 Euro.
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